Das Einsatzgebiet der Feuerwehr Münstermaifeld wird im Süden und Westen durch Mosel und Elz begrenzt. Beides sind Kerbtäler, die durch steile Flanken eingerahmt werden.

Höhenunterschiede von mehr als 150m sind hier keine Seltenheit. Große Teile dieser Steillagen werden im Bereich der Burgen als Aussichtspunkte genutzt und mit zum Teil ungeeigneter Ausrüstung und Sicherung und oftmals auch entgegen von Beschränkungen und Verboten bestiegen. Weiter befindet sich bei Lasserg ein Startgelände für Gleitschirmflieger. Nicht selten wurden wir in den vergangenen Jahren hier zur Verletztenrettung alarmiert.

Eine Rettung aus solchen Lagen ist aber mit dem "normalen" Gerät einer Feuerwehr nicht möglich. Hierfür wurde 1989 zusätzliche Ausrüstung beschafft: das Berge- und Abseilgerät der Firma "Rollgliss". In jüngster Zeit wurde dieses altersbedingt durch ein vergleichbares System Names SafetyRoll ersetzt. Mit diesem Gerät ist es möglich, eine Person auf-, sowie abzuseilen, oder auch zu sichern. An einem sicheren Festpunkt angeschlagen, kann eine Person bis zu 90 m Höhenunterschied überwinden. Mit dem umfangreichen Gurtzeug kann eine Person bei Bewusstsein oder auch bewusstlos mit dem Gerät gerettet werden. Eine Rettungswanne aus Kunststoff , mit deren Hilfe auch auch schwer verletzte Personen liegend "transportiert" werden können, komplettiert das System. Die Rettungswanne kann aber auch ohne Rollgliss eingesetzt werden, um Personen sicher im unwegsamen Gelände zu retten. Bei vielen Einsätzen hat sich dieses System bereits bewährt. Ein im Jahr 2005 hinzugekommener "Gerätesatz Absturzsicherung" bringt den Feuerwehrleuten ein weiteres Stück Sicherheit.

Mit dessen Hilfe können Feuerleute bei Arbeiten in Absturzgefährdeten Bereichen zusätzlich gesichert werden. Die Feuerwehr Münstermaifeld setzt das Abseilgerät häufig im Elzer Wald zur Personenrettung in unwegsamen und steilen Gelände ein.

Sonntag, 20. Januar 2019

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