Einsätze aus vergangenen Tagen

Historische Einsätze

Die Stadt Münstermaifeld schaut heute auf fast 2000 Jahre Geschichte zurück. In den fast 500 Jahre zurückreichenden Aufzeichnungen wird regelmäßig von großen Bränden in Münstermaifeld und den umliegenden Ortschaften berichtet. Die größeren Ereignisse der vergangenen 500 Jahre sind hier aufgelistet, und das Feuer in der damaligen Zeit immer natürliche Ursachen wie Blitzschläge, Kaminbrände und ähnliches hatte, sei durch die zahlreichen "Niederbrennungen" belegt.


09.08.1631 – Brand durch Unachtsamkeit

Am 9. August 1631 entstand in der Untertorstrasse, Sektion VI, Haus Nummer 151 ein Brand, dem binnen wenigen Stunden 50 Häuser mit den zugehörigen Stallungen zum Opfer fielen. Hierbei verbrannten innerhalb weniger Stunden mehr als 1000 Malter Korn, welches etwa 140 Tonnen entspricht. Die Überlieferung schildert den Hergang folgendermassen: 1631 – 9. August ist in dem Haus Nr. 151 Sektion VI Untertorstraße ein Brand entstanden, dem 50 Häuser ohne die Stallungen zum Opfer fielen. Es verbrannten über 1000 Malter Korn. Das Feuer zerstörte alle Häuser bis zum Tanzhaus. Es entstand durch Unvorsichtigkeit der Dienstmagd der Häuser Nr. 151 Untertorstrasse. Um schneller im Stall zu sein, lief sie mit einem Kessel Futter, welchen sie im Haus erwärmt hatte, über den Düngerhaufen. Glühende Kohlen, die unter dem Kessel hingen, fielen in den ausgetrockneten Düngerhaufen. Sie versuchte den Brand zu löschen. Er wurde immer größer. Anstatt Hilfe zu rufen, packte die Magd ihre Kleider und verließ stillschweigend das Haus. Abends um 10 Uhr hatte das Feuer seinen Höhepunkt erreicht.


26.10.1631 Großbrand in Münstermaifeld

Durch den Schwedenkönig wird Münstermaifeld niederbrennen gelassen


27.03.1689 Großbrand in Münstermaifeld

Münstermaifeld wird durch Ludwig XIV. niedergebrannt. Bei diesem Brand wurde auch die St.-Michaelskapelle ein Raub der Flammen. Diese brannte bis auf das Gewölbe nieder und wurde nie wieder aufgebaut. Seither dient das Gewölbe als Brandhaus, wo alle Löschgeräte zentral gelagert wurden. Dem Brand fiel das Rathaus zum Opfer, hierbei verglühte auch die Rathausglocke, mit der bei kleinen Bränden Alarm geschlagen wurde.


26.09.1691 – Schlechte Verwechslung

Brände wurden in der damaligen Zeit nicht nur durch Blitz und andere Ereignisse entfacht. Hin und wieder haben auch Feldherren und Krieger ganze Landstriche verbrannt. Neben den Bränden 1631 und 1689, in denen Münstermaifeld als Ziel der Brandschatzungen galt, wurde Münstermaifeld im Jahre 1691 durch den Marschall Boufflers versehentlich abgebrannt. Er hatte sich seinerzeit schlichtweg verlesen, und statt Münstereifel die Stadt Münstermaifeld zum Ziel seiner Brandattake gemacht.


17.08.1736 Großbrand in Münstermaifeld

Am 17. August 1736 entzündete ein Blitzschlag das Anwesen Jacobischer Hof (heute Gilles). Das Feuer griff über auf die Häuser an der Obertorstraße und vernichtete sie vom Hause Michael Hecken bis einschließlich Johann Lentz.


21.01.1787 – Brand der Peterskirche

Münstermaifeld hatte einst 2 Kirchen. Die heutige Stiftskirche war eine reine Pilgerkirche. Hier durften nur Pilger und die Stiftsherren zur Kirche gehen. Unterhalb der Stiftskirche, dem heutigen Petersplatz, gab es eine weitere Kirche, die von einem Friedhof umgeben war. Diese Kirche war kleiner als die Stiftskirche und für die „normalen“ Bürger der Stadt.

Jedoch gehen seit 1787 auch diese Bürger in die Stiftskirche zum Beten, denn die Kinder des Hauses Bornstrasse 130 verursachten einen Brand, dem 36 Häuser, 36 Stallungen und 18 Scheunen zum Opfer fielen. Es verbrannten damals mehr als 1200 Malter, also etwa 170 Tonnen Korn.

Der heutige Häuserblock Rathausschänke, Fleischerei Schlegel, Bäckerei Kieffer, die Untertorstrasse hinunter zur Rosengasse, dann auf die andere Seite überspringend. Die Untertorstrasse hinauf von der Kreuzung Rosengasse bis zum heutigen Rathaus, die Michelsstrasse hinauf.

Hier stand die Peterskirche, welche auch ein Raub der Flammen wurde. Sie wurde aber wegen der schweren Zeiten nicht wieder aufgebaut.


24.04.1820 Brand der Lohmühle

Brand der Lohmühle im Schrumpftal, beim Wiederaufbau wird erstmalig ein Schieferdach verwendet.


22.07.1853 – Spielende Kinder verursachen Großfeuer

Bei einem durch spielende Kinder verursachten Großbrand wurde wieder einmal die halbe Stadt ein Raub der Flammen. Ausgehend von einem Anwesen „Im Kirchspiel“ brannte dieser Bereich bis zu einer Linie Bornstrasse Pilligertorstrasse ab. Da sich der Brand in der Erntezeit ereignete, und die Bauern auf den Feldern waren, verzögerten sich die Löscharbeiten.

Bei den Löscharbeiten waren etwa 15 Spritzen an der Brandstelle tätig. Selbst der damalige Hochwürden Herr Definitor Pastor Ohlberger beteiligte sich an den Löscharbeiten. Er stand 2 Stunden ununterbrochen im Brandweiher, und half, Fass um Fass mit Löschwasser zu füllen. Während der Löscharbeiten wurden 2 Fuß Wasser, welches etwa 16 m³ entspricht, dem Löschweiher entnommen und zur Brandstelle befördert.

Bei diesem Brand kam eine Einwohnerin ums Leben. Viele der „Abgebrannten“ wanderten nach Amerika aus, einige in andere Ortschaften.


28.08.1872 Großbrand in Lasserg

Brand von 4 Wohngebäuden mit Nebengebäuden, allesamt Strohgedeckt


28.05.1890 Großbrand in Lasserg

Brand von 10 Häusern, 18 Ställen, und 4 Scheunen, die komplett nieder brannten. Weiter brannten die Kirche, 7 Häuser, 4 Ställe, 1 Scheune und 1 Abtritt


10.02.1898 Großbrand in Münstermaifeld

Brand von 3 Ställen, 2 Scheunen und 1 Schuppen in Münstermaifeld, Severusstrasse


01.08.1900 Großbrand in Metternich

Brand von 10 Wohnhäusern, 13 Scheunen und 27 Stallungen. 2 Personen verstarben an den Brandverletzungen. 1 Pferd, 2 Fohlen, 10 Rinder und 8 Schweine werden ebenfalls Opfer der Flammen


13.08.1912 Großbrand in Münstermaifeld

Brand der Hofgebäude des Josef Bender, der auf das Anwesen Hartung übergriff, Durch Funkenflug geriet auch das Dach der Stiftskirche in Brand. Durch die schnelle Reaktion einiger Wehrmänner konnte der Brand der Kirche schnell gelöscht werden. Die Kameraden bekamen je eine Belohnung


01.02.1914 – Brand des Marstalls

Eines der imposanten historischen Gebäude Münstermaifelds wurde im Jahr 1914 ein Raub der Flammen. Das von Joh.II v. Metzenhausen 1535 erbaute, weithin sichtbare Gebäude, überragte alle Gebäude außer der Kirche und wurde als Zehntscheune und Stall der Stadt genutzt. Doch im Februar 1914 stand er in Flammen. Heute ist die Stelle im Herzen der Stadt der Rosengarten. Der Brand- und Einsatzhergang ist im Zeitungsbericht sehr eindrucksvoll dokumentiert. Um diesen zu lesen, bitte anklicken.


1920 – Brand der Burg Eltz

Im September 1920 wurde die Burg Eltz von einem Großfeuer heimgesucht. Mehr als achtzig Prozent der Gebäude wurden total zerstört. In der Festzeitschrift von 1981 wurde berichtet:

Burg Eltz 26. September 1920

In der Nacht vom 26. auf 27. September gegen 3 Uhr wird Alarm geblasen. Vom Turm des alten Münsters läutet es Sturm

„Burg Eltz brennt“

Die Feuerwehr rückt sofort ab. Sie kann aber nur die allernotwendigsten Löschgerätschaften mitnehmen. Eine kleine Druckspritze hatte die Burg Eltz selbst. Dieser ist es auch zu verdanken, dass Haus Rübenach erhalten blieb. Die Feuerwehr von Münster tat das menschenmöglichste. Durch Achtsamkeit zweier Wehrmitglieder konnte das Rübenacher Haus gerettet werden. Zwei Tage war die Wehr dort eingesetzt. Als sie abrückte, wurde am Missionskreuz nochmals Halt gemacht. Wehmütig schauten wir in die noch schwelenden Trümmer. Was unser Auge so manchmal erfreute, war dem Raub der Flammen zum Opfer gefallen. Ein Wunsch aber beseelte die Wehrleute, dass die Burg nochmals aufgebaut würde. Die Burg war dem Münstermaifelder Bürger besonders ans Herz gewachsen. Sie ist auch mit unserer Stadt geschichtlich verbunden. Eltzer Herrn waren Amtmänner und oberster Gerichtsherr. In der Stiftskirche befinden sich verschiedene Gräber der Eltzer Grafen.


1926 erster Fahrzeugbrand

Brand eines Autos am Rosenhof


1956 Brand mehrerer Stallungen und Nebengebäuden

Kergeshöfe


1958 Brand einer Fabrikhalle in Münstermaifeld


1964 Brand mehrerer Stallungen und Nebengebäuden

Lehmerhöfe


1965 Brand mehrerer Stallungen und Nebengebäuden

Gerlachsmühle


1965 Brand mehrerer Stallungen und Nebengebäuden

Küttig


1966 Brand mehrerer Stallungen und Nebengebäuden

Bei dem Brand in Gappenach musste der Nothbach angestaut werden. Hierfür wurde ein Kamerad mit einem Strohballen mitten in den Bach gestellt.


30.08.1990 Brand eines Getreidesilos in Polch


15.01.1991 Schneeverwehungen auf dem Maifeld

Durch starken Schneefall, und starken Wind wurden im Bereich Münstermaifeld Schneewehen von mehr als 1 m aufgetürmt. Die Feuerwehr musste mehr als 50 Fahrzeuge freischleppen um Rettungs- und Räumfahrzeugen freie Bahn zu verschaffen


08.11.1991 Chemieeinsatz in Münstermaifeld

Aufgrund maroder Bausubstanz waren zahlreiche Bestände einer Pestizid und Insektizid beinhaltenden Lagerhalle duch Regen gefährdet. Es war zu befürchten, dass das Grundwasser verseucht werden könnte. Die zuständigen Behörden ordneten eine sofortige Räumung der Halle an. Mit Einheiten des Umweltzuges des Landkreises Mayen-Koblenz wurde in einem fast 2 Tage dauernden Einsatz die Halle unter strengsten Schutzvorkehrungen geräumt.


07.11.1992 Brand eines Hotels mit Gaststätte

Ein im ersten Obergeschoss ausgebrochener Brand drohte sich zum Dachgeschoss und Nebengebäude auszubreiten. Nur durch kombinierten Innen- sowie Außenangriff konnte dies verhindert werden. Die komplette Wohnungseinrichtung wurde zerstört


13.07.1992 Brand eines Aussiedlerhofes bei Kalt

Für die Wasserversorgung musste eine 1000m lange Schlauchleitung verlegt werden.


23.12.1993 Hochwasser an der Mosel

Beim Jahrhunderthochwasser sind wir zu mehr als 20 Einsätzen in Hatzenport, Löf, Katteness und Oberfell ausgerückt.


22.07.1994 Flugzeugabsturz bei Münstermaifeld

Zu einem vermeindlichen Flugzeugabsturz wurde die Feuerwehr Münstermaifeld am frühen Abend alarmert. Nach einer umfangreichen Suchaktion stellte sich heraus, das das Flugzeug, ein Segelflieger, schon im Anhänger verpackt und abtransportiert war.


23.10.1995 Flugzeugabsturz bei Lasserg

Erneuter Flugzeugabsturz bei Lasserg. Auch dieser stellte sich als Fehlalarm heraus. Ein besorgter Bürger wollte von der anderen Moselseite erst Positionsleuchten, und dann einen Feuerball gesehen haben. Die Positionsleuchten waren wahrscheinlich die Rücklichter eines Autos, der Feuerball kam von einigen brennenden Strohballen. Rettungsdienste und Feuerwehr konnten die Einsatzfahrt abbrechen.


16.05.1997 Schwerer Verkehrsunfall in Kalt

Noch während mehrerer, bereits  über einige Stunden andauernder Einsätz wegen eines Unwetters kam eine Alarmierung zu einem Verkehrsunfall mit mehreren Verletzten. Bei diesem Unfall wurden fünf Jugendliche schwer verletzt. Zwei mussten aus dem völlig demolierten Fahrzeug mit der Rettungsschere heraus geschnitten werden. Alle Insassen kamen Dank der schnellen Hilfe von Feuerwehr und Rettungsdienst mit dem Leben davon.


09.12.1999 Wohnhausbrand in Münstermaifeld

Ein anfänglicher Schwelbrand hinter diversen Wandverkleidungen wurden zunächst freigelegt und abgelöscht. Die Bewohner, des Mehrparteienhauses wurden evakuiert und die Löscharbeiten fortgesetzt. Der Brand fraß sich jedoch hinter den zum Teil nicht zugänglichen Verkleidungen bis zum Dachstuhl weiter. Unter massivem Kräfteeinsatz konnte der Brand letztlich gelöscht werden. Das Haus wurde wieder saniert.


05.08.2000 Brand einer Wäscherei in Hatzenport

Im Rahmen nachbarschaftlicher Löschhilfe unterstützten die Kameraden aus Münstermaifeld die Wehren von Hatzenport und Umgebung bei einem Großbrand in einer Wäscherei. Das Gebäude wurde komplett zerstört.


23.08.2002 Brand eines Fachwerkhauses in Kalt.

Bei Abwesenheit der Eigentümer zerstörte ein Feuer, welches nach Brandermittlungen vermutlich durch einen defekten Radiowecker verursacht worden ist das komplette Haus. Aufgrund von zeitweisen Problemen mit der Wasserversorgung wurde ein TLF 24/50 aus Mayen nachgefordert. Das Haus wurde wieder instand gesetzt.


2003 – Orkan beim „Tag der offenen Tür“

Auch 2003 richtete die Feuerwehr Münstermaifeld einen „Tag der offenen Tür“ aus. In diesem Jahr sollte es aber keine gewöhnlicher Tag werden. Es war ein sonniger, windiger Juni-Tag. Schon an den vorangegangenen Tagen waren zahlreiche Gewitterfronten durch die Region gezogen. So auch an diesem Nachmittag. Es wurde dunkel, es regnete, und kurz darauf war alles vorbei. Die Strassen trockneten ab, die Gäste versammelten sich wieder rund um den Pavillon, und das Fest konnte weiter gehen.

Es dauert ein paar Stunden, und es wird wieder dunkel, es beginnt zu regnen, innerhalb kürzester Zeit fängt es an, zu hageln, und der Wind nimmt zu. Die Gäste retten sich in die trockenen Fahrzeughallen, und auf dem Vorplatz fassen die Abflüsse die Wassermassen nicht mehr. Kurz darauf wird es noch dunkler, denn in ganz Münstermaifeld fällt der Strom aus. Vom Einsatzleitfahrzeug, welches gerade Besorgungen für das Fest machte, werden über Funk abgebrochene Äste in der Josefstrasse gemeldet, zeitgleich laufen einige Notrufe auf der Rettungsleitstelle in Mayen auf. Kurze Zeit später löst diese dann Alarm für die Feuerwehr Münstermaifeld aus. Die Kameraden tauschen die Schürze gegen die Feuerwehrjacke, die Kameraden der Altersabteilung besetzen umgehend die Theken. Um weiterhin Strom für Funktisch und Beleuchtung zu haben, wird ein Stromerzeuger an die Notstromeinspeisung am Gerätehaus angeschlossen.

Nach und nach gehen dann mehr als 20 Hilfeersuchen bei der Feuerwehr ein. Neben abgebrochenen Ästen, entwurzelten Bäumen und abgedeckten Dächern wurden auch abgerissene Hochspannungsleitungen gemeldet. In Münstermaifeld ist eine Stromleitung abgerissen, die einen Kurzschluss verursachte. Hierdurch wurde in der ganzen Stadt ein Stromausfall für mehrere Stunden hervorgerufen. In Küttig wurden mehrere Dächer abgedeckt, in Gierschnach hat es ein komplettes Hausdach weggeweht. Die Verbindungsleitung von Gierschnach zum Rosenhof ist ebenfalls durchtrennt. Umgehend wurden die Funkzentrale in Münstermaifeld, sowie die Funkeinsatzzentrale in Polch besetzt, um die zahlreichen Einsätze zu koordinieren. Da der Sturm auch andere Teile des Maifeldes betroffen hat, wurden von Münstermaifeld aus die Einsätze in unserem Einsatzgebiet eigenständig koordiniert. Für Münstermaifeld wurde Großalarm ausgerufen, um weitere Einsatzkräfte zu alarmieren.

Nach einigen Stunden waren dann alle Einsätze abgearbeitet. Nachdem die Fahrzeuge und Geräte wieder einsatzbereit gemacht waren konnte um 23:00 Uhr „Einsatz Ende“ gemeldet werden. Bis gegen 03:00 Uhr nachts war aber weiterhin im Grossteil der Stadt kein Strom, sodass einige Besucher noch relativ lange auf dem Tag der offenen Tür verweilten.


12.08.2004 Wohnhausbrand in der Kernstadt

Am Mittag des 12.08.2004 wurde die Feuerwehr Münstermaifeld zu einem Dachstuhlbrand in der Obertorstraße 19 gerufen. Als um 12.20 Uhr die Funkmeldeempfänger sowie die Sirene ertönten, standen bereits weite Teile des rückwärtigen Dachstuhls von außen nicht sichtbar in Flammen. Nach Erkundung durch den Einsatzleiter erschloss sich eine zunächst unklare Lage. Die Drehleiter der Verbandsgemeinde Maifeld war zu diesem Zeitpunkt bereits alarmiert. Vorsorgliches Ziel war es, alle Personen aus den betroffenen Häusern zu befreien. Befragungen von Anwohnern sowie erste Suchmaßnahmen in den Objekten zeigten jedoch, dass keine Personen mehr gefährdet waren. Betroffen waren 4 eigenständige Wohneinheiten, die jedoch alle baulich zusammen hingen. Durch Teilungen in der Vergangenheit wurden Häuser und Speicher durch Zwischenwände in Fachwerkbauweise getrennt. Die Häuser sind bis zum 1. Obergeschoss massiv, ab dort in Fachwerkkonstruktion erstellt. Die Speicher, welche sich in mehrere Ebenen aufteilen, sind verschachtelt und zum Teil mit Vorsatzschalen verkleidet. Da die Dachflächen über- und ineinander geschachtelt waren, kam es dazu, dass sich das Feuer in einem der Häuser ausweitete. Das Feuer, welches eben noch auf den einen Speicher begrenzt war, breitete sich kurze Zeit später im anderen Haus auf einer anderen Speicherebene weiter aus. Das ausgetrocknete Dachgebälk gab dem Feuer reichlich Nahrung. Aufgrund der verschachtelten Bauweise waren viele Atemschutzgeräteträger erforderlich. Um ausreichend Reserven zu bilden, wurden die Feuerwehren Polch und Ochtendung nachalarmiert.

Obwohl der Brand zunächst unter Kontrolle erschien kam es im Spitzbodenbereich, der von innen nicht oder nur schlecht erreichbar war, zur Durchzündung. In diesen Bereichen war ein Innenangriff nicht mehr möglich. Mit der Drehleiter, die aufgrund der Platzverhältnisse nur in den engen Nebenstraßen aufgestellt werden konnte, wurden Teile des Daches von außen geöffnet, um an die Brandherde zu gelangen.

Erst um 14 Uhr konnte „Brand unter Kontrolle“ und fast 2 Stunden später „Feuer aus“ gemeldet werden. Die Aufräumarbeiten, Begehung der Einsatzstelle durch Brandexperten der Kripo sowie der Bauaufsicht zogen sich noch bis in den frühen Abend hinein. Da Teile des Giebels Einsturz gefährdet waren, musste auf Anordnung der Bauaufsicht die Straße gesperrt werden.

Ausgelöst wurde der Brandes vermutlich durch Dacharbeiten im rückwärtigen Bereich. Durch die bereits beschriebene, verschachtelte und zum Teil zugebaute Situation wurde dies jedoch nicht frühzeitig entdeckt. Dem raschen und umsichtigen Eingreifen der zahlreichen Einsatzkräfte aus Polch, Ochtendung und Münstermaifeld ist es zu verdanken, dass das Feuer auf die beim Eintreffen betroffenen Bereiche begrenzt werden konnte. Die Häuser wurden in der Zwischenzeit saniert und werden wieder genutzt.


01.07.2005 Schwerer Verkehrsunfall

Auf der Anfahrt zu einem anderen Verkehrsunfall am Ortsausgang Kalt in Richtung Rüber, kam eines unserer Fahrzeuge an einem augenscheinlich zeitgleich stattgefundenen Unfall zwischen Münstermaifeld und Küttig vorbei. Trotz sofort eingeleitender Rettungsmaßnahmen – kam für den Fahrer jede Hilfe zu spät. Er erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen.


26.09.2005 Wohnhausbrand in Münstermaifeld

Zu einem vermeintlichen Wohnhausbrand wurden wir in der Nacht alarmiert. Ein Anwohner hatte Feuerschein im Haus entdeckt. Das „Feuer“, eine hell lodernde Kerze wurde schnell gelöscht.


08.02.2006 Frontalzusammenstoß PKW - Schulbus

Ein mit einer Person besetzter PKW kollidierte fast frontal mit einem entgegenkommenden Schulbus. Der mit 4 Fahrgästen besetzte Schulbus  fuhr eine kurvige Gefällstrecke hinab, als im der PKW-Fahrer entgegen kam. Der PKW wurde durch die Wucht in ein angrenzendes Feld geschleudert, der Fahrer wurde eingeklemmt. Dieser wurde mit der Rettungsschere befreit mit einem Retungshubschrauber abtransportiert. Parallel wurden die restlichen Unfallbeteiligten bereut.


12.08.2007 PKW fährt in Wohnhaus

Weil eine PKW-Fahrerin offenbar Bremse und Gaspedal verwechselte, fuhr sie mit erhöhter Geschwindigkeit frontal in ein relativ neues Wohnhaus. Sie durchbrach dabei zum Teil die Hauswand und ein dahinter liegender Gas-Hausanschluss wurde leicht beschädigt. Der Gasversorger konnte den Schaden schnell beheben. Es war kein Gasaustritt feststellbar.


04.02.2008 Brandeinsatz, Brennt Mülltonne greift auf Wohnhaus über

Am Rosenmontag noch während der Umzug durch die Straßen fuhr, tönten die Sirenen der Stadt. Es wurde ein Wohnhausbrand am Sportplatz gemeldet. Die im Vorfeld für einen solchen Fall festgelegten Kräfte lösten sich aus der Zugabsperrung heraus und rückten zum Einsatzort aus. Unter Alaaf und Hellau ging es mit Blaulicht und Sirene an den in der zwischenzeit auf die Seite gefahrenen Karnevalswagen. Am Einsatzort stellte sich heraus, dass es sich um das Wohnhaus eines Feuerwehrkameraden handelte. Das Feuer war schnell unter Kontrolle, der Schaden am Haus hielt sich in Grenzen. Tragisch an der Sache: im Februar 2006, also 2 Jahre davor brannte es im Haus bereits schon mal, der Schaden damals war beachtlich.


28.05.2008 Menschenrettung

Zu einem ungewöhnlichen Einsatz kam es am gerade begonnenen 28.Mai. Nach einer kleinen Feier verspürten einige Jugendliche die Lust im Städtischen Freibad schwimmen zu gehen. Nach Beendigung dieser körperlichen Ertüchtigung versuchte man, spärlich bekleidet, den Rückweg über die Toranlage anzutreten. Beim Übersteigen des Tores rutsche einer der Jugendlichen jedoch so unglücklich ab, dass er mit dem Bein an einem der auf dem Tor befindlichen Spitzen hängen blieb. Seinen "Schwimmkammeraden" ist es zu verdanken, dass sofort entsprechende Hilfsmaßnahmen eingeleitet wurden. So konnte der angerückte Rettungsdienst den Verunfallten mit samt einem herausgetrennten Torstück ins Krankenhaus bringen, wo ihm dann die Torspitze operativ entfernt wurden.


26.07.2008 Giebeleinsturz an Wohnhaus

Beim ausschachten einer Baugrube für eine Wohnhauserweiterung gab das Fundament des Wohnhauses nach und der Giebel stürzte fast komplett in die bereits ausgehobene Baugrube. Zum Unglückszeitpunkt befanden sich kein Personen im unmittelbaren Gefahrenbereich. Die Feuerwehr sicherte die Unfallstelle und informierte die zuständigen Behörden. Auch das THW wurde zur Einsatzstelle gerufen, um das weitere Vorgehen zu erörtern.


01.07.2009 Brand einer Lagerhalle (ehemaligen Fabrikhalle)

Am frühen Morgen stand bereits beim Eintreffen der Feuerwehr eine große Lagerhalle im Vollbrand. Die mit Möbeln und Gaststättenausrüstung vollstehende Halle konnte nicht mehr gerettet werden und brannte bis auf das Stahlgerippe nieder. Unmittelbar daneben befanden sich zahlreiche Fahrzeuge eines Altfahrzeugverwerters, die ebenso wie mehrere dahinter befindlichen Büru- und Wohngebäude durch massive Riegelstellungen gesichert werden konnten. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei erbrachten später Brandstiftung als Ursache.


31.10.2009 Planwagenabsturz an der Burg Eltz

Ein unbeschwerter Ausflug, 20 Jahre nach dem Abitur sollte es werden. Doch der Ausflug endete in einer Tragödie für die Ehemaligen des Kurfürst-Balduin-Gymnsiums Münstermaifeld: Bei einem Unfall nahe der Burg Eltz in der Eifel ist ein Traktor am Samstagabend mit einem Planwagen etwa 36 Meter einen steilen Hang hinunter gestürzt. Dabei wurde ein 39-Jähriger Teilnehmer getötet, ein weiterer erlag später seinen schweren Verletzungen, 15 weitere Personen wurden zum Teil schwer verletzt. Rund 170 Kräfte von Feuerwehr und 127 Helfer vom DRK, 7 Ärzte, 6 THW-Mitarbeiter und 13 Polizisten waren zur Rettung an der Unglücksstelle. Gleich fünf Rettungshubschrauber und etliche Krankenwagen waren im Einsatz. Fast 20 Notfallseelsorger kümmerten sich im Bürgerhaus Wierschem, um betroffene Augenzeugen, Angehörige und Freunde der Verunfallten.


28.02.2010 Orkan auf dem Maifeld

Ab Mittag zogen Unwetter  Landesweit vorüber. Im Bereich Münstermaifeld waren über 30 Einsätze, wie entwurzelte Bäume, abgerissene Stromleitungen, abgeknickte Strommasten, abgedeckte Dächer uvm. zu verzeichnen. Zahlreiche Wehren des Umkreises waren pausenlos im Einsatz. Die Feuerwehrzentralen waren bis mitten in der Nacht besetzt, da zahlreiche Stromausfälle etwaige Notrufe durch Bürger unmöglich machten. Mit Lautsprecherdurchsagen wurden die Anlaufstellen in den Stadtteilen bekannt gegeben und auf die besetzten Gerätehäuser hingewiesen. Nach fast 15 Stunden Dauereinsatz konnte die Bereitschaft schließlich aufgelöst werden.


 

Montag, 10. Dezember 2018

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